Coaching Fallbeispiele

Fallbeispiele.

Reale Geschichten aus meinem Alltag.

Im Folgenden finden Sie nach und nach unterschiedlichste Beispiele meiner Zusammenarbeit mit Klienten zu verschiedenen Themengebieten und Fragestellungen.

Folgende Blogbeiträge sind bisher erschienen:

* Als Frau in einer Führungsposition wirkungsvoll überzeugen.
* Souverän eine Podiumsdiskussion moderieren.
* In Präsentationen wirkungsvoll überzeugen.
* Selbstsicher und überzeugend in wichtigen Gesprächen.

Scrollen Sie zu den Themen, die Sie interessieren. So können Sie sich ein eigenes und umfassendes Bild meiner Arbeit machen. Gern stehe ich Ihnen bei konkreten Fragen zur Verfügung.

Als Frau in einer Führungsposition wirkungsvoll überzeugen.

"Ziel unseres Coachings war, dass sie sich, in ihrer Rolle als Führungsperson, von ihrem Umfeld ernst genommen fühlte.

Hintergrund 

Frau Schmidt kam zu mir, weil sie seit einiger Zeit eine neue berufliche Herausforderung angenommen hatte. Sie war innerhalb ihres Unternehmens befördert worden und hatte nun eine bedeutende Führungsposition inne. Das hieß, dass sie nun auch für mehr Personen sowie größere Entscheidungen verantwortlich war. 


Frau Schmidt fühlte sich in ihrer neuen Rolle noch etwas unsicher und hatte zudem in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass sie manchmal - insbesondere in der Kommunikation mit Männern - Schwierigkeiten hatte, sich Gehör zu verschaffen und in ihrer Rolle ernst genommen zu werden. Sie bat mich deshalb diesbezüglich um Unterstützung. Als Ziel unseres Coachings wünschte sie sich mehr Sicherheit im Auftreten und konkrete Techniken, mit denen sie zukünftig überzeugender und selbstsicherer wirken könnte.


Frau Schmidt hatte das Gefühl, von ihren männlichen Kollegen teilweise bewusst übergangen zu werden.


Das Coaching

Wir begannen damit, dass Frau Schmidt mir von ihren bisherigen Erfahrungen in ihrer neuen Rolle berichtete. Was genau waren ihre Aufgaben? In welchen Bereichen fühlte sie sich schon sehr sicher, wo spürte sie selbst noch Herausforderungen? 


Sie arbeitete in einem Unternehmen, dass sehr von einem männlichen Arbeitsumfeld geprägt ist. Auch ist es dort eher eine Neuheit, dass Frauen sich in Führungspositionen befinden. Somit fühlte sich Frau Schmidt manchmal ihren männlichen Kollegen nicht ebenbürtig. Sie hatte das Gefühl, sich als Frau viel mehr behaupten zu müssen, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Doch gleichzeitig liebte sie ihren Job und die neue, berufliche Aufgabe, so dass sie sich gern diesen Herausforderungen stellen wollte.


Das Vorgehen in meinen Coachings ist, dass ich meine Klienten/innen in dem, was sie bereits gut können, bestärke und bei Herausforderungen gemeinsam mit ihnen nach Kompensationsmöglichkeiten suche. Durch die insgesamt sehr positive Einstellung ihrer neuen Rolle gegenüber, hatte Frau Schmidt eine gute Grundlage geschaffen, um zukünftig erfolgreich zu sein. Deshalb brauchten wir an dieser Stelle nicht weiter in die Tiefe gehen. 


Darum widmeten wir uns recht schnell ihren Herausforderungen. Sie berichtete mir von konkreten Situationen, in denen sie sich nicht wahrgenommen und sich somit sehr verunsichert fühlte. Zum Beispiel gab es einmal eine Meeting-Runde, in welcher die Führungspersonen zusammen kamen, um über das weitere Vorgehen eines laufenden Projekts zu sprechen. Es ging darum die jeweils persönlichen Meinungen darzulegen und letztendlich gemeinsam zu einem Ergebnis zu kommen. 


Frau Schmidt erzählte mir, dass erst ein paar männliche Kollegen damit begannen ihre Meinungen zu äußern. Jeder von ihnen konnte dabei sprechen, ohne unterbrochen zu werden. Dann kam sie an die Reihe. Doch bereits im zweiten Satz wurde sie von einem Kollegen unterbrochen, welcher zudem sofort ihr Argument herunter spielte. In der anschließenden Diskussionsrunde kam sie so gut wie gar nicht zu Wort bzw. wurde sie teilweise sogar regelrecht übergangen. 


Während mir Frau Schmidt von diesem Erlebnis erzählte, sprachen ihre Stimme und Körpersprache Bände und spiegelten genau das wieder, was sie erlebt und wie sie sich dabei gefühlt hatte. Ihre Stimme war plötzlich sehr leise und etwas zittrig. Ihren Blick hatte sie vor sich auf den Boden gerichtet, die Schultern waren leicht nach oben gezogen und  nach vorne geneigt und die Hände hatte sie aneinander gelegt und zwischen ihren zusammen gepressten Oberschenkeln versteckt. Ich konnte förmlich spüren, wie unwohl sie sich in ihrer Haut gefühlt hatte. 


Wie bereits erwähnt hatte Frau Schmidt grundsätzlich viel Freude an ihrer Arbeit und somit versuchte ich dieses positive Gefühl wieder in ihr aufzubringen und zu verstärken. Wir arbeiteten an ihrer Stimme und Körpersprache, um sie dadurch hörbarer und sichtbarer zu machen. Dabei ging es darum, dass sie mit fester und resonanzreicher Stimme sprach. In jeder Coachingeinheit arbeiteten wir auch an ihrer persönlichen Sprechstimmlage, was dazu führte, dass sie ihre Stimme immer besser unter Kontrolle hatte und sie ihr auch in Stresssituationen nicht immer wieder nach oben rutschte. Wir achteten darauf, dass ihr Kopf aufgerichtet sowie ihr Blick offen und selbstsicher waren. Und ich vermittelte ihr ein paar Techniken der Körpersprache und Sprechweise, die sie bei Bedarf anwenden konnte, wenn ein Kollege sie wieder einmal übergehen oder klein machen wollte.


Parallel dazu arbeiteten wir auch immer wieder an ihrem persönlichen Mindset. Wir fanden heraus, dass sie früher in der Schule einen sehr dominanten Lehrer hatte, der sehr autoritär und streng war und es immer wieder schaffte, sie einzuschüchtern. Sie machte sich bewusst, dass das lediglich ein Muster aus ihrer Kindheit war. Mittlerweile war sie erwachsen, hatte viele Erfahrungen gesammelt und stand ihren Kollegen in keinster Weise nach. Des weiteren war sie nicht ohne Grund aus mehreren Mitbewerbern für diese Führungsposition ausgewählt worden, so dass sie auch davon ausgehen konnte, dass sie die notwendige Kompetenz für diese Aufgabe besaß. Das alles half ihr dabei, sich zukünftig nicht mehr „klein“ zu fühlen und ihren Kollegen selbstbewusst gegenüber zu treten.

Wichtig ist eine positive Grundeinstellung der jeweiligen Situation oder Aufgabe gegenüber. Damit hat man eine gute Ausgangsbasis für eine wirkungsvolle und positive Veränderung.

 

Ergebnis

Frau Schmidt berichtete mir bereits während des Coachings, welches sich etwa über ein halbes Jahr erstreckte, von ihren Erfolgen und auch ich nahm extrem positive Veränderungen in ihrem Auftreten wahr. Wichtig war bei ihr jedoch, dass sie nicht plötzlich in ein „männliches Verhaltensmuster“ verfiel. Denn wenn eine Frau versucht, wie ein Mann zu sein bzw. männliches Auftreten zu extrem zu imitieren, wirkt sie unglaubwürdig und nicht authentisch. 


Letzten Endes erzielte sie durch unsere Zusammenarbeit großartige Erfolge. Die Veränderungen gingen ihr nach und nach ins Blut über und sie fühlte sich immer wohler in ihrer Rolle als Frau in einer Führungsposition. Sie hatte auch kaum noch Probleme damit, von ihren Kollegen nicht wahrgenommen zu werden. Sie hatte zwar nach wie vor das Gefühl, immer noch mehr tun zu müssen als ihre männlichen Kollegen, um das Gleiche zu erreichen, doch war das für sie kein Hinderungsgrund, sich weiterhin dieser Herausforderung zu stellen. Sie verschaffte sich Respekt, ein höheres Ansehen, mehr Gehör und genoss außerdem die Wertschätzung und nötige Anerkennung in ihrem Unternehmen, die ihr auch zustand.

Souverän eine Podiumsdiskussion moderieren.

"Ziel unseres Coachings war, dass sie sich der ungewohnten Situation gewachsen und gut vorbereitet fühlte."

Hintergrund 

Meine Klientin - Frau Müller - wurde von ihrem Netzwerk gefragt, ob sie die Moderation bei einer geplanten Veranstaltung übernehmen möchte. Dabei handelte es sich um eine Podiumsdiskussion, zu welcher mehrere Gäste eingeladen waren, um über das Thema Religion zu sprechen.

Das Spannende bei der Geschichte war, dass Frau Müller noch nie zuvor moderiert hatte, schon gar nicht eine anspruchsvolle Gesprächsrunde. Des weiteren war sie selbst nicht religiös und kannte sich auch mit den unterschiedlichen Religionen überhaupt nicht aus. Sie wollte sich jedoch gern der Herausforderung stellen und bat mich um Unterstützung bei der Vorbereitung.

Frau Müller hatte noch nie zuvor moderiert, wollte sich jedoch trotzdem der spannenden Herausforderung stellen.


Das Coaching

Zuerst ließ ich Frau Müller erzählen, welche Informationen sie bezüglich der Veranstaltung hatte. Dabei waren für eine gelungene Moderationsvorbereitung folgende drei Fragen wichtig:

1) Unter welchem Titel steht die Veranstaltung?
Um sich optimal auf das Thema vorbereiten zu können ist es wichtig, den genauen Titel des Events zu kennen. Denn daraus ergibt sich das Thema, um das es gehen soll. Des weiteren entsteht bei den Gästen und auch dem Publikum durch den Titel eine Erwartungshaltung, die es möglichst gut zu erfüllen gilt.

2) Wer sind die geladenen Gäste und was genau sind ihre Themengebiete?
Um die Podiumsdiskussion gut führen zu können ist es wichtig zu wissen, wer die geladenen Gäste sind. Welchen Stand- bzw. Blickpunkt nimmt der einzelne Gast ein? Und was ist der Kernpunkt, der alle Gäste miteinander verbindet? Darauf hin kann man sich im Voraus spannende Fragen überlegen, die man für die Podiumsdiskussion nutzen kann. Des weiteren ist es wichtig, im Vornherein mit den Gästen individuell Kontakt aufzunehmen, sich kurz als Moderator/in vorzustellen und die geplanten Fragen abzusprechen. So vermeidet man peinliche Situationen, denn nicht jeder Gast möchte über jedes Thema sprechen.

3) Was soll das Ziel der Podiumsdiskussion sein?
Das Ziel ist wichtig für den Verlauf und den Aufbau der Diskussionsrunde. Welche Themen sollten angesprochen, welche Fragen aufgeworfen werden? Was ist die passende Methode, um das Ziel zu erreichen? Wie sollte das Fazit aussehen? Das Ziel wird meist schon aus dem Titel ersichtlich. Geht es um eine reine Darstellung der unterschiedlichen Standpunkte oder soll ein konkretes Ergebnis erreicht werden?

Nachdem wir uns diesen drei Fragen intensiv gewidmet hatten, ging es an die konkrete Umsetzung. Gemeinsam überlegten wir uns eine passende Anmoderation sowie mögliche Abschlussworte. Der Beginn sollte eine gute Einleitung in das Thema sein und das Publikum neugierig machen. Des weiteren war es wichtig, die geladenen Gäste wertschätzend zu begrüßen und vorzustellen. Die Abmoderation sollte die wichtigsten Punkte noch einmal kurz zusammenfassen sowie das Ergebnis der Diskussionsrunde hervorheben. 

Die Gestaltung der Moderationskarten war ein weiterer wichtiger Punkt unserer Vorbereitung. Hier ist weniger mehr. Die Stichpunkte sollten gut lesbar und übersichtlich sein. Außerdem ist es von Vorteil, die Karteikarten durchzunummerieren. Und ich riet Frau Müller immer einen Stift in der Nähe zum haben, falls sie sich doch einmal kurzfristig Änderungen oder Ergänzungen notieren musste. 

Eine ihrer Fragen war, wie sie mit potentiellen Störern aus dem Publikum oder schwierigen Gesprächspartnern umgehen sollte. Da sie bisher keine Erfahrung auf diesem Gebiet hatte, fühlte sie sich damit sehr unsicher. Wir spielten also einige Situationen durch und schnell stellte Frau Müller fest, dass sie mit einer freundlichen Professionalität gut jede Situation meistern konnte. Abschließend hatten wir noch ausreichend Raum, um noch weitere offene Fragen zu klären. 

Frage dich, was deine größten Ängste und Befürchtungen sind. Und dann finde Antworten darauf und einen Weg, damit umzugehen. 

Ergebnis

Zum Ende unseres Coaching fühlte Frau Müller sich gut auf die Podiumsdiskussionen vorbereitet. Sie hatte jetzt einen klaren Moderationsleitfaden, dem sie folgen konnte. Und sie fühlte sich auch in der Lage, mit schwierigen Gesprächssituationen umgehen zu können. Frau Müllers Ängste und Befürchtungen konnten wir fast vollständig aus dem Weg räumen.

Als „Bonus“ wurde ihr bewusst, dass sie jederzeit eine Art „Verbündete“ in der Gesprächsrunde hatte, die sich mit den unterschiedlichen Religionen gut auskannte und ihr jederzeit fachlich zur Seite stehen konnte. Diese „Verbündete“ bat sie im Voraus um ihre Unterstützung. Somit war sie nun auch auf diesem Gebiet abgesichert und dem erfolgreichen Ausgang der Podiumsdiskussion stand nun nichts mehr im Wege.

In Präsentationen wirkungsvoll überzeugen.

"Das Ziel unseres Coachings war die optimale Vorbereitung eines Klienten in Bezug auf eine wichtige Präsentation im Rahmen einer Firmenveranstaltung."

Hintergrund

Mein Klient - nennen wir ihn Herr Schwarz - stand vor einer Präsentation zu seinem Fachgebiet auf einer firmeninternen Konferenz. Die Veranstaltung sollte in einem Monat stattfinden. Als Zeitrahmen für seinen Vortrag waren ihm 20 min vorgegeben. Im Publikum würden Personen aus dem selben Unternehmen, jedoch aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands sitzen. Das Thema war sehr spezifisch sowie von vielen Zahlen, Daten und Fakten geprägt. Das Design der Powerpoint-Folien war vom Unternehmen bereits vorgegeben und an dessen CI angepasst.

Herr Schwarz hatte bei unserem ersten Termin bereits eine Powerpoint-Präsentation mitgebracht, bei welcher es sich um 45 Folien mit zahlreichen Tabellen und unglaublich viel Text handelte. Durch Nachfragen erfuhr ich, dass er diese Präsentation von einem seiner Kollegen übernommen hatte. Dieser wollte nun, dass mein Klient zukünftig die Präsentation für ihn übernimmt. Für Herrn Schwarz war es das erste Mal in seiner Rolle in diesem Unternehmen, dass er eine Präsentation dieser Art halten würde. Er hatte zwar bereits einige Präsentationen gehalten, dieses Mal jedoch, wollte er sich „…endlich einmal richtig darauf vorbereiten.“

"Bisher hatte er sich alles selbst beigebracht oder sich von anderen abgeschaut. Doch für diese wichtige Präsentation wünschte er sich professionelle Unterstützung bei der Vorbereitung." 


Das Coaching

Nachdem ich mir bereits ein kurzes Bild von der Präsentation machen konnte, bat ich Herrn Schwarz, diese doch erst einmal wieder zur Seite zu legen. Darauf würden wir dann zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zurück kommen. Denn mich interessierte anfangs etwas ganz anderes: Wie genau kam es dazu, dass er die Präsentation halten würde? Fühlte er sich bereits gut vorbereitet, sicher und wohl? Was bereitete ihm am meisten Bauchschmerzen bzw. was waren seine größten Befürchtungen?

Mit den eigenen Befürchtungen ist es nämlich so, dass sie oft nur in unserem Kopf existieren. Es gibt im Bezug darauf nichts, wofür es nicht auch eine Lösung gibt. Seine größten Befürchtungen waren, dass er den roten Faden verlieren könnte, zu aufgeregt sei und somit viel zu schnell sprechen würde oder dass ihm jemand unbequeme Fragen stellen könnte. Ich nahm ihm seine Angst, indem ich ihm versicherte, dass er sich auf all das gut vorbereiten könne.

In Bezug auf den roten Faden ist es möglich sich einfach an den Folien zu orientieren. An diesem Punkt nahmen wir uns die Powerpoint-Präsentation wieder vor und begannen, diese zu optimieren. Durch das vorgegebene Design waren wir diesbezüglich bereits festgelegt, aber die Inhalte konnten wir vereinfachen und anpassen. Aus den Tabellen fassten wir die wichtigsten Punkte zusammen und erstellten daraus einfache Schaubilder, so dass das Auge die wichtigsten Informationen schnell erfassen konnte. Des weiteren bauten wir emotionale Bilder in die Präsentation ein und kürzten die langen Texte, so dass am Ende nur noch wenige Schlagworte und Stichwörter übrig blieben. Aus den anfangs 45 Folien wurden so letztendlich nur 14. Somit wurde alles übersichtlicher, leichter verständlich und wir stellten außerdem sicher, dass er die Redezeit von 20 min nicht überschreiten würde. 

Um der Aufregung entgegen zu wirken, widmeten wir uns dem Einstieg in seine Präsentation. Gerade zu Beginn ist die Aufregung oft am Größten. Deshalb ist es wichtig, gerade dann genau zu wissen, was man sagen möchte. Das geht am einfachsten, wenn man etwas über sich selbst erzählt, denn da muss man nicht viel nachdenken. Gleichzeitig darf es ruhig auch etwas Emotionales sein, so dass man das Publikum gleich mit in seinen Bann zieht und dessen volle Aufmerksamkeit erhält. Herr Schwarz entschied sich letztendlich für eine persönliche Geschichte, die ihn mit dem Unternehmen verband. Da sein Publikum aus Mitarbeitern desselben Unternehmens bestand, hatte er somit auch gleich eine Verbindung zu ihnen hergestellt.

Bezüglich des schnellen Sprechens gab ich ihm den Impuls, dass er während seines Vortrags immer einmal wieder tief durchatmen oder einen Schluck Wasser trinken könne, um eine kurze Pause zu erzwingen. Denn Pausen sind wichtig für das Publikum, um das Gehörte auch zu verarbeiten.
Seine Angst vor unbequemen Fragen konnte ich ihm nehmen, indem ich ihn dazu ermunterte grundsätzlich offen für Fragen zu sein. Doch durch die begrenzte Zeit von 20 min konnte er jedoch ganz bequem antworten, dass er für Fragen gern im Anschluss zur Verfügung stehen würde. Somit konnte er sich voll und ganz auf seinen Vortrag konzentrieren. 

"Mach dir bewusst, dass du etwas zu erzählen hast, was sich auch lohnt anzuhören." 


Das Ergebnis

Nach unseren gemeinsamen Coachingstunden stand sein Auftritt nun kurz bevor. Wir hatten die restliche Zeit intensiv zum Ausprobieren und Üben genutzt. Nachdem die Powerpoint-Präsentation und die Struktur erstellt waren, ging es vor allem darum, locker zu werden, frei zu sprechen und das Gesagte mit der eigenen Stimme und Körpersprache wirkungsvoll zu untermalen.

Herr Schwarz wurde von Stunde zu Stunde sicherer in seinem Auftreten. Er wurde lockerer, löste sich von seinen Notizen und immer öfter kam nun auch ein Lächeln in seinen Augen und seinem Gesicht zum Vorschein. Als wir uns am Ende der vorerst letzten Stunde voneinander verabschiedeten und ich ihm viel Glück für seinen Auftritt wünschte, sagte er: „Mensch, Frau Kluck, jetzt freue ich mich sogar richtig auf meinen Vortrag!“ Was gibt es in so einem Moment für schönere Abschlussworte eines Klienten? 

Nach seinem Vortrag schrieb mir Herr Schwarz, dass er sich zum ersten Mal richtig gut auf der Bühne gefühlt hatte. Seine Aufregung hielt sich in Grenzen, alles lief soweit gut und das Publikum überhäufte ihn im Anschluss mit Komplimenten und positivem Feedback. Für ihn hatte sich die Investition durchaus gelohnt und er würde ab nun regelmäßig mehr Zeit auf die Vorbereitung seiner Vorträge verwenden.

Selbsicher und überzeugend in wichtigen Gesprächen.

Selbstsicher und überzeugend in wichtigen Gesprächen.

"Das Ziel unseres Coachings sollte sein, dass meine Klientin, mit einem guten und selbstsicheren Gefühl, in das wichtige Gespräch mit ihrem Vorgesetzten hinein gehen kann."

Die Vorgeschichte

Eine Klientin von mir war eine Zeit lang wegen Burnout beruflich ausgefallen. Nun sollte sie Stück für Stück wieder an den Arbeitsalltag gewöhnt werden. Das Problem dabei war, dass sie wieder zurück an ihren alten Arbeitsplatz sollte. Dort saß sie jedoch mit zwei Kolleginnen in einem Raum, die sie überhaupt erst in diese schwierige Lage gebracht hatten. Denn deren negatives Verhalten, das Mobbing, Lästern und ständige, oft unterschwellige Anfeinden hatten überhaupt erst dazu geführt, dass meine Klientin in diesen Teufelskreis geraten ist. 

Nun kann man verstehen, dass das nicht die besten Voraussetzungen waren, um sie wieder erfolgreich in ihren Job zu integrieren. Grundsätzlich freute sie sich auf ihren Job, denn sie machte ihre Arbeit wirklich gern. Doch fürchtete sie sich davor, dass mit ihren Kolleginnen nun alles von vorn losgehen könnte. Ihrem Vorgesetzten war das Ausmaß der gesamten Situation nicht wirklich bewusst. Und er sagte, es wäre kein Platz vorhanden sie in einen separaten Raum zu setzen.

Sie hatte darauf hin bereits ein Mal das persönliche Gespräch mit ihm gesucht, welches jedoch abgebrochen werden musste. Denn als sie auf die Arbeitsplatzsituation zu sprechen kamen, war meine Klientin unter Tränen zusammen gebrochen. Sie war emotional einfach noch nicht so weit über dieses bewegende Thema zu sprechen. Doch jetzt, nach einer Weile, stand ein weiteres Gespräch mit ihrem Vorgesetzten an. Das war ihre Chance, die sie auch unbedingt nutzen wollte! Und so kam es, dass sie mich um Unterstützung in der Vorbereitung auf dieses Gespräch bat.

"Je sicherer sie selbst im Thema wurde und je klarer sie in ihren eigenen Gedanken und Äußerungen war, desto sicherer wurde ihr gesamtes Auftreten."


Das Coaching

Nach einem kurzen Smalltalk kam sie von selbst auf ihr Problem zu sprechen und ich ließ sie erst einmal von der Vorgeschichte, ihren Befürchtungen und ihren Gefühlen erzählen. Dadurch konnte auch ich mir ein Bild von der Situation machen. Dann fragte ich sie ganz direkt, wie ich sie bei ihrer Vorbereitung auf das Gespräch unterstützen könnte.

Sie bat mich um ein konkretes Feedback in Bezug auf ihre Stimme und Außenwirkung. War sie in der Lage, sicher und selbstbewusst ihre Gedanken mitzuteilen? Wie sollte sie am besten  die ihr wichtigen Themen ansprechen? Gab es Zeichen, die ihre große Anspannung und Nervosität verrieten? 

Ich fragte zuerst nach ihren persönlichen Zielen im Hinblick auf das Gespräch. Was war ihr dabei besonders wichtig? Welche Kompromisse war sie bereit einzugehen? Was kam für sie keinesfalls in Frage? Und was würde passieren, wenn er nicht auf ihre Wünsche eingehen kann? Dabei ging es mir vordergründig gar nicht so sehr um den Inhalt, sondern ich achtete bei den Antworten auf ihre Stimme und Körpersprache. Wo wirkte sie bereits selbstsicher und wo kam noch ihre Unsicherheit hindurch?

Bei einigen Themen sprach sie bereits sehr selbstsicher. Ihre Stimme war ruhig, fest und auch die Körpersprache war entspannt. Doch bei manchen Themen zeigte sich noch deutlich ihre Unsicherheit. Dann fiel es ihr schwer den Blickkontakt zu halten. Ihre Stimme wurde leiser und brüchiger und ihre Worte kamen nicht mehr so flüssig heraus. Dazu machte sie unbewusste Beruhigungsgesten mit den Händen und auch in ihren Fußbewegungen spiegelte sich ihr Unwohlsein wieder. Genau bei diesen Themen setzten wir dann an.

Wir spielten diese, für sie unangenehmen Situationen immer wieder durch. Dabei achteten wir darauf, ob das, was sie inhaltlich sagte, im Zusammenhang mit dem Klang ihrer Stimme und Körpersprache selbstsicher und überzeugend wirkte. Zeigten sich Unsicherheiten, gingen wir tiefer in das Thema hinein. 

Während sie sprach, gab ich ihr regelmäßig Feedback und kleine Hilfestellungen, wie sie besser an die Themen heran gehen könnte. Ich stellte Fragen an den Stellen, wo noch Unklarheit herrschte und bestärkte sie in den Momenten, in denen ich Verbesserungen in ihrer Auftretenskompetenz bemerkte. So arbeiteten wir uns Stück für Stück durch das Thema bzw. das geplante Gespräch, bis es sich für meine Klientin positiv und stimmig anfühlte.

"Nicht nur das, was du sagst, überzeugt. Du überzeugst."


Das Ergebnis

Als Feedback am Ende unseres Coachings gab sie mir zurück, dass sie sehr dankbar für unsere Zusammenarbeit sei. Sie wüsste jetzt viel besser, wie sie ihre Gedanken in Worte fassen kann. Auf schwierige Fragen und Themen, fühlte sie sich gut vorbereitet. Und es gab ihr eine besonders große Sicherheit, dass man ihre Nervosität jetzt nicht mehr so einfach an ihrer Stimme und Körpersprache ablesen konnte. Somit fühlte sie sich in der Lage, selbstbewusst und sicher sowie mit einem guten Gefühl in das Gespräch hinein gehen zu können.

Und wenn meine Klienten mit einem Strahlen in den Augen, einer großen Erleichterung und einem dankbaren Lächeln im Gesicht aus dem Coaching hinaus wieder in ihren Alltag gehen, dann ist das für mich persönlich eines der größten Geschenke, die es gibt.